Fragestellung:
Erläutere mögliche negative bzw. schädliche Auswirkungen auf den passiven Bewegungsapparat!
Die Aufwärts-/ Rückwärtsbewegung des Rumpfes führt zu einer übermäßigen Hohlkreuzbildung in der Lendenwirbelsäule (Hyperlordosierung). In der Folge kann es dadurch zu degenerativen Veränderungen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke kommen, da sich der Drehpunkt der Belastung aus der Mitte der Bandscheibe nach hinten in die kleinen Wirbelgelenke verlagert, die auf diese Art der mechanischen Einwirkung nicht vorbereitet sind. Des Weiteren kann es langfristig zur Abnutzung der hinteren Anteile des Bandscheibenfaserrings kommen mit der Gefahr eines Bandscheibenvorfalls.
Die Undulationstechnik ist nicht nur mit einer Hyperlordosierung der LWS verbunden, sondern kann auch zu einer Überstreckung der HWS führen, insbesondere wenn der Kopf während der Überwasserphase zu stark in den Nacken genommen wird. Folge dieser unphysiologischen Belastung können Verspannungen im Nackenbereich und damit verbundene Kopfschmerzen sein.
Durch die kreisende Bewegung der Unterschenkel bei der Schwunggrätsche, kann es im Kniegelenk zu einer Überlastung des inneren Seitenbandes und des Innenmeniskus mit nachfolgenden Reizzuständen kommen (Entwicklung eines „Brustschwimmerknies“).