Fragestellung:
Erläutern Sie sowohl aus neurophysiologischer als auch aus motorischer Sicht den Vorgang der „Irradiation“ und der „Konzentration“ der Reizprozesse!
| Betrachtungsweise | Irradiation | Konzentration |
| Neurophysiologischer Aspekt | ||
| Motorischer Aspekt |
| Betrachtungsweise | Irradiation | Konzentration |
| Neurophysiologischer Aspekt | Beim Erlernen einer Bewegung in der Grobform werden Gehirnstrukturen mit innerviert, die keine unmittelbare Bewegungsrelevanz haben. Die Bewegungsschleifen könnten damit als unscharf bzw. redundant bezeichnet werden. | Beim Erreichen der Feinform innerhalb des Lernprozesses werden nur diejenigen Gehirnstrukturen innerviert, die für eine effektive Bewegungsausführung entscheidend sind.
Die Bewegungsschleifen können somit als „scharf“ bzw. präzise bezeichnet werden. |
| Motorischer Aspekt | Die „Überinnervation“ von Gehirnstrukturen äußert sich in einem „Zuviel“ an innervierter Muskulatur, was in einer unökonomischen und wenig flüssigen Bewegung zum Ausdruck kommt. | Eine Konzentration der Bewegungsschleifen bewirkt eine hochgradig ökonomisierte und fein gesteuerte Bewegung. Die optimale Innervation der bewegungsrelevanten Muskulatur führt zu einer flüssigen und technisch perfekten Ausführung. |