Fragestellung:
Stimulanzien sind Aufputschmittel, die zu einer unphysiologischen Antriebssteigerung mit Aufhebung des Ermüdungsgefühls führen. Wie die Abbildung zeigt, führen Stimulanzien – im Gegensatz zur physiologischen Erregung – zu einer Aktivitätssteigerung, bei der die Wachheits- und Aufmerksamkeitsschwankungen weitgehend aufgehoben sind. Der gedopte Sportler ist demnach ‚unermüdlich’ und voller Konzentration, was sich in allen Ausdauer-, Schnellkraft- und Schnelligkeits- bzw. koordinativ anspruchsvollen Disziplinen leistungssteigernd auswirkt.
Risiken und Gefahren:
– Übermäßige Antriebssteigerung mit der Gefahr lebensbedrohlicher oder gar tödlicher Zusammenbrüche (z.B. Radsportler Simpson 1970). Hierbei werden die autonom geschützten Reserven, die der Organismus ansonsten zur Aufrechterhaltung seiner lebenswichtigen Funktionen benötigt, in ihrer Schutzfunktion außer Kraft gesetzt.
– Übererregtheit, Unruhe, Gereiztheit, Abnahme der Konzentrationsfähigkeit und Aggressivität sowie verminderte koordinative Leistungsfähigkeit bei Überdosierung.
-Wärmeregulationsstörungen bei Hitzebedingungen.
– Geringere Toleranz bei Sauerstoffmangel (z.B. in der Höhe).